Die Natur ist eine Meisterkünstlerin...Ich bin nur ein Staunender und möchte mit meinen Bildern davon künden...
 
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Der Liebnitzsee

20 Minuten von der Berliner Stadtgrenze... Mitten im Naturpark Barnim, zwischen Bernau, Lanke und Wandlitz gelegen...

Ein etwa zwölf Kilometer langer Rundweg lässt sich gut begehen und auch mit dem Rad geländegängig gut befahren.

Der gut ausgeschilderte Weg verlässt den Uferbereich nur in Ützdorf. Dafür wird man dort aber vorzüglich gastronomisch versorgt.



Wikipedia sagt:

Der zum Wandlitzer Seengebiet gehörende Liepnitzsee liegt acht Kilometer nördlich der Berliner Stadtgrenze auf dem Gebiet der Stadt Bernau bei Berlin und der Gemeinde Wandlitz und ist einer der saubersten Seen in Brandenburg. Der See füllt eine aufgegabelte Glaziale Rinne, die über das Grundmoränenplateau des Barnim verläuft. Seine größte Ausdehnung erreicht der See in Ost-West-Richtung.


Entstehung, Lage und Namensherkunft

Der See und seine Umgebung um 1774.

Der See ist eine Hinterlassenschaft der Weichseleiszeit und liegt in einer Rinne, die von bis zu 30 Meter hohen Endmoränen umgeben ist. Noch im 18. Jahrhundert war er im nordöstlichen Bereich größer und breiter und in dieser Ausbuchtung befand sich ebenfalls eine Insel. [2] Im 19. Jahrhundert setzte hier eine Verlandung ein, wodurch die kleinere Insel verschwand und heute eine Landverbindung mit den Uferbereichen darstellt. Der abgeteilte Seebereich bildet das heutige Seechen westlich des Ortsteils Ützdorf. Liepnitz soll vom slawischen Wort Lipna (deutsch: Linde) durch frühere Siedler  abgeleitet worden sein. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass zumindest in den Uferregionen am Nord- und Ostrand überwiegend Linden gestanden haben. [3]

Natur des Sees und seiner Umgebung

Das klare Wasser mit Sichtweiten bis zu 5 Metern ist Heimstatt für verschiedene Fischarten wie Aale, Hechte, Rotfedern, Maränen, auch für Krebse und Wasservögel wie Haubentaucher, Enten, Schwäne, Blässhühner und Fischreiher. Zur Erhaltung der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt sind auf dem See bis auf eine dieselgetriebene Fähre keine Motorboote erlaubt.

Die Hauptquelle des Sees befindet sich im Nordwesten, aber auch aus moorigen Wiesen im Süden und Osten erhält der See etwas Zulauf. Das Wasser gelangt über einen kleinen Abfluss in Ützdorf durch den Obersee und den Hellsee bei Lanke über das Hellmühler Fließ bei Biesenthal in das Finowfließ. Dieses stellt eine Verbindung über die Alte Finow in den Finowkanal bei Finowfurt her. Zwischen dem Liepnitz- und dem Wandlitzer See verläuft die Nordsee-Ostsee-Wasserscheide. Anders als beim Wandlitzer See fließt das Wasser des Liepnitzsees somit nicht über Havel und Elbe in die Nordsee, sondern über die Oder in die Ostsee.

  Naturschutzeiche am Liepnitzsee mit rund 3,7 m Stammumfang, Frühjahr 2009

Die vor der menschlichen Besiedlung vorhandenen natürlichen Mischwälder mit Buchen, Traubeneichen und Kiefern sowie Erlen am Ufer fielen teilweise der mittelalterlichen Rodung zum Opfer, teilweise wurden sie auch durch Raubbau dezimiert. Die Aufforstung erfolgte danach meist mit Kiefern, so dass eine Versandung eintrat und statt der Erlenbrüche konnten sich Wiesen ausbreiten. [4] Einige Lärchen, Birken und Eichen wurden im Mittelalter ebenfalls angepflanzt. Die älteste erhaltene Eiche wurde im 20. Jahrhundert unter Naturschutz gestellt (Foto). Sie war allerdings im Jahr 2010 soweit ausgehöhlt, dass Forstleute sie im Frühjahr 2011 fällen mussten, da sie eine Gefahr darstellte.

Auf den Hügeln der eiszeitlichen Endmoränen um den See wurde in den 1960er Jahren ein asphaltierter Forstweg angelegt, der auch gern von Radfahrern benutzt wird. Hier lässt sich der See auf rund 8 km Länge einmal vollständig umrunden, wobei Ützdorf durchfahren werden muss. Direkt am Ufer führt ein ausgeschilderter Wanderweg um den See, der jedoch an einem um 1995 renaturierten Uferbereich auf der Nordseite unterbrochen ist. Ein Mischwald aus Kiefern, Buchen, Eichen, Erlen sowie einigen Fichten umgibt den See heute. Um 1980 wurde ein Naturlehrpfad angelegt, der aber nicht mehr gepflegt wurde und kaum noch zu entdecken ist (Zustand 2010).