Die Natur ist eine Meisterkünstlerin...Ich bin nur ein Staunender und möchte mit meinen Bildern davon künden...
 

Langerönner Mühle im NSG Biesenthaler Becken

Die Langerönner Mühle von 1430 bei Biesenthal. Die Langerönner Mühle ist eine Wassermühle am Langerönner Fließ, die als Mehlmühle erwähnt wurde, aber eventuell auch mal eine Schneidemühle war. Sie gehörte zur Burg Biesenthal. Der Name der Mühle, bzw. des Fließes, hat sich im Laufe der Zeit geändert von ursprünglich Lange Ronne zu den schreibweisen Lange Rönne und Langerönne bis letztendlich zu Langerönner. Ronne oder Rönne bezeichnet einen Taleinschnitt, der hier einfach übersetzt Lange Rinne genannt wird und Namensgeber für Fließ und Mühle ist.

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http://www.barnimerland.de/de/wandern-und-geotourismus/wandertouren/artikel-von-bernau-das-biesenthaler-becken-erkunden.htmlhttp://

Die Mühle wurde über das Langerönner Fließ und das Rüdnitzer Fließ angetrieben, die sich beide kurz vor dem Mühlenteich vereinen und von der Straße, die einen Damm bildet, im Mühlenteich angestaut werden. Das Mühlenfließ und ein Überlauffließ fließen vom Mühlenteich in den nahegelegenen Langerönner See, der auch Sterlinsee genannt wird.


1849 ist dem Müller Wilhelm Schulze auf der Langerönner Mühle ein Sohn geboren.
In der Umgebung der Langerönner Mühle gab es vor und nach 1945 militärische Anlagen.
Von 1930-1932 wird die Langerönner Mühle als Ausbildungsstätte der Führerschulen der SA sowie von HJ und Stahlhelm genutzt.
Ganz in der Nähe wurde ab 1939 das Lager Koralle samt Bunkeranlagen errichtet, in dem sich zwischen 1943 und 1945 das Führungszentrum des Oberkommandos der Kriegsmarine (OKM) und die Hauptfunkstelle des Befehlshabers der U-Boote (BdU) befand. Zu DDR-Zeiten war die Gegend um die Langerönner Mühle ein hermetisch abgeriegeltes militärisches Sperrgebiet der NVA und des Ministerium des Innern der DDR (Deutsche Volkspolizei und Kampfgruppen der Arbeiterklasse). Es wird gemunkelt, dass hier in den 1980er Jahren eine Ausbildung von Guerilla-Truppen, mit Männern aus Afrika und Lateinamerika, stattfand.
Nach 1990 wurde die Mühle nur als Lagerplatz genutzt. Seit mindestens 2009 ist sie in Privatbesitz und das Wohnhaus wurde einige Zeit als Ferienwohnung angeboten.
Das ehemalige Rüstzeitenheim für Wanderer, eine ehemalige Ferienanlage, am Langerönner See / Sterlinsee, war im sogenannten Entenstall, einem alten Langhaus, dass 2015 abgerissen wurde.
Das Langerönner Fließ ist der Hauptquellbach der Finow.