Die Natur ist eine Meisterkünstlerin...Ich bin nur ein Staunender und möchte mit meinen Bildern davon künden...
 

Meine Katze

      * 2001     + 2018


In Memoriam


Sind dreifarbige Fellnasen wirklich Glückskatzen?

Dreifarbige Katzen werden häufig auch als Glückskatzen bezeichnet. Doch woher kommt dieser süße Spitzname für die flauschigen Schönheiten? Bringen sie ihrem Halter tatsächlich Glück oder ist das nur eine Legende?

Fakt ist! Glückskatzen sind selten. Dass drei verschiedene Farben im Fell einer Katze vertreten sind, ist eine Laune der Natur, die sich nur vereinzelt zeigt. Dabei sind an einigen Stellen im Fell die Gene für rote Fellfarbe und an anderen Stellen die Gene für schwarze Fellfarbe aktiv. Auf diese Weise entsteht zunächst das sogenannte Schildpattmuster, das wie ein Mosaik aus den Farben Rot und Schwarz aussieht. Eine weitere genetische Besonderheit bringt bei manchen Katzen zusätzlich eine weiße Scheckung ins Spiel, sodass ihr Fell dreifarbig ist.

Das Besondere an Glückskatzen

Die Fellfarbe einer Katze wird durch ein Gen bestimmt, das auf dem X-Chromosom sitzt. Kater besitzen normalerweise nur ein X-Chromosom, sodass sie in der Regel nur rotes oder schwarzes Fell haben können. Glückskatzen sind also fast immer weiblich, da Katzendamen über zwei X-Chromosomen verfügen. Dass nicht alle weiblichen Samtpfoten schwarzes und rotes Fell haben, liegt daran, dass meistens ein Gen für die Fellfarbe außer Kraft gesetzt wird, während das Katzenbaby noch als Embryo im Bauch seiner Mutter heranwächst. Daraufhin dominiert nach der Geburt entweder das Gen für die schwarze oder die rote Fellfarbe. Hinzu kommt dann meist noch eine andere Farbe wie Weiß oder ein Braunton.




Mythen rund um dreifarbige Katzen

Da dreifarbige Katzen so selten sind, galten sie schon früh als Glücksbringer, ähnlich wie vierblättrige Kleeblätter. Schließlich brauchen Sie bereits Glück, um eine solche bunte Miez zu finden. Im Mittelalter waren die Menschen überzeugt, dass die Glückskatzen das Feuer vom eigenen Haus fernhalten. Japanische Seefahrer nahmen früher gern eine dreifarbige Katze – auf Japanisch Maneki-neko genannt – mit auf ihr Schiff, um Unglück abzuwenden.

Aus Japan kommen schließlich auch ursprünglich die Figuren der winkenden Glückskatzen mit dreifarbigem Fell. Der Legende nach hat einmal eine solche Fellnase eine Geisha vor einem tödlichen Schlangenbiss gerettet. Einer anderen Geschichte zufolge kamen feindlich gesinnte, bewaffnete Samurai zu einem Tempel und sahen dort eine kleine Katze mit dreifarbigem Fell sitzen, die sich hinter dem Ohr putzte. Es sah so aus, als würde sie ihnen freundlich zuwinken, sodass sie den Tempel in friedlicher Absicht betraten. Andere Mythen ranken sich darum, dass Glückskatzen unverhofft für Reichtum bei armen Menschen gesorgt haben, die immer gut zu den Miezis waren.

Textquelle: www.einfach tierisch.de